Dienstag, 24. Februar 2015

vom potential der ruhe

ich kann der beständigkeit nur so lange vertrauen, bis ich mir ihrer bewusst werde. das ist zwar nicht erst seit kurzem so und hätte schon lange (sehr lange, ich weiß...) hier mal behandelt werden sollen und müssen, allerdings gibt es jetzt einen ganz besonderen anlass dazu. fix das zehnfingersystem rekapituliert, ein paar wenige anpassungen an design und nagellack vorgenommen - und schon geht der bums hier mit dem ersten beitrag nach stunde null wieder auf sendung.

naja - nicht ganz stunde null. die welt hört schließlich nicht auf, sich zu drehen, nur weil der onkel mal für unbestimmte zeit mit sack und pack verschwindet. sie drehte sich nur ein wenig langsamer, dort wo ich mich befand. dazu aber in den folgenden beiträgen mehr, womit wir auch schon beim thema wären:

das idiotenvolk befindet sich seit langer zeit auf der hetzjagd nach potential. dabei wird wie bei jedem eifer der klägliche restverstand in den stand-by modus versetzt, sofern er denn überhaupt noch vorhanden ist und nicht bereits mit dem mobiltelefon fanatisch über whatsapp und co. an andere minderbemittelte geschöpfe verscherbelt wurde. wenn eines dieser im grunde bemitleidenswerten exemplare mensch dann zum leidwesen aller klardenkenden auch noch potential entdeckt - hat es neurotisch genutzt zu werden, und zwar sofort. und um jeden noch so hohen preis.

das potential, also die fähigkeit zur entwicklung zu nutzen, bedeutet dann für die armen tropfe meist: inhalte zu schaffen. sich zu dekorieren, auszufüllen, zu erweitern, zu verwirklichen, zu beweihräuchern, mitzuteilen und sich damit doch immer weiter selbst zu verbrauchen, denn:

allein die tatsache, dass etwas die fähigkeit besitzt, sich zu entwickeln, sagt nichts darüber aus, in welche richtung das passieren muss, soll oder darf.

ich für meinen teil fülle potentiale ab sofort mit ruhe - und pfeife dabei auf euer fanatisches obsessionsgesuche nach selbstverwirklichung und genugtuung. obwohl... potentiell wird ruhe sowieso überbewertet.